Unheimlich Prominent

Scherer, Elisabeth (Hrsg., 2012): Unheimlich prominent. Yōkai und yūrei in der japanischen Kulturgeschichte. Düsseldorfer Japanstudien (DJAS), Band 4. 86 Seiten. ISSN: 2194-8267.
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Dieser Themenband der „Düsseldorfer Japanstudien“ (DJAS) widmet sich in mehreren Beiträgen unheimlichen Wesen in der japanischen Kulturgeschichte. Untersucht werden yôkai (Ungeheuer) und yûrei (Totengeister) in Hinblick auf ihre Motivik und auf die Bedeutungen, die ihnen zu verschiedenen Zeiten zugeschrieben wurden und werden. Elisabeth Scherer zeigt in ihrem Aufsatz über eine yôkai-Bildrolle auf, wie die Ikonographie der yōkai auch über Jahrhunderte relativ konstant geblieben ist. Timo Thelen macht jedoch in seinem Beitrag über yôkai in Anime-Filmen deutlich, dass die Semantiken, mit denen die unheimlichen Wesen aufgeladen werden, einem starken Wandel unterworfen sind – je nachdem, welche Bedürfnisse und Diskurse gerade in der japanischen Gesellschaft virulent sind.

Darüber hinaus enthält der Band Übersetzungen, die als Quellenmaterial für weitere Untersuchungen zur Verfügung gestellt werden. Themen sind weibliche Totengeister (yûrei), Geister im Kabuki- und Bunraku-Theater, die Kleidung und Erscheinungsorte von japanischen Geistern sowie eine Geschichte des japanischen Horrorfilms.


Inhalt

Elisabeth Scherer (S. 1–3): Vorwort

Aufsätze

Elisabeth Scherer (S. 4–26): Lexikon der wilden Ungetüme. Eine Bildrolle in der Langen Foundation erweist sich als bedeutendes frühes Zeugnis der japanischen yōkai-Überlieferung

Timo Thelen (S. 27–49): Kappa und tanuki im Kampf für eine heilere Welt. Die Darstellung von yōkai in gegenwärtigen Anime-Filme

Übersetzungen

Tanaka Takako (S. 50–56): Warum gibt es so viele weibliche yūrei (Übersetzung: Patricia Krings)

Yokoyama Yasuko (S. 57–62): Yūrei in Kabuki und Bunraku
(Übersetzung: Slim Klai)

Suwa Haruo (S. 63–67): Kleidung und Erscheinungsorte von yūrei (Übersetzung: Kai Macyowsky)

Kitajima Akihiro (S. 68–84): Geschichte des japanischen Horrorfilms (Übersetzung: Erik Fleck, Elisabeth Scherer)

Zum Weiterlesen

Literaturtipps (S. 85)